Archiv für 2010

aus die Maus…

Als ich das erste Mal nach Weihnachten wieder im Center war, sah alles trüb und leer aus. Die Weihnachtsdekoration war komplett verschwunden, die kleinen Verkaufsstände abgebaut und die bunten Lichter aus. Ein Verkaufsstand hatte sich doch gehalten und versemmelte Berliner Ballen, mit Guß, Zucker oder Eierlikör. Wie zu Karneval hingen an einigen Geschäften die Luftschlangen. In einem Optikergeschäft wollte ich mir eine Brille machen lassen, also kletterte ich auf die 1. Etage und äußerte im Geschäft meinen Wunsch. Der Laden war leer und somit dachte ich an eine schnelle Hilfe. Leider war ich aber, nach dem Motto „Hilfe ein Kunde“, garnicht gerne gesehen. Mein Wunsch nach ein paar Gläsern für eine neue Seehilfe lehnte die Dame ab, weil ich weder einen Brillenpass hatte, noch konnte sie meine Seestärke über die mitgebrachten Gläser ermitteln. Mein Hinweis auf den anderen Optiker im Erdgeschoß beleitete sie mit einem freundlichen Winken und der Aufforderung, dort hin zu gehen. Machte ich auch. Bei Fielmann war man so freundlich und hilfsbereit, wie immer. Obwohl das Geschäft rappelvoll war. Weswegen wohl??
Wenigstens klappte der Rest, Kauf einer Ladung Berliner mit Eierlikör und ein belegtes Brötchen zum Sofortverzehr.
Die Zeit zwischen den Jahren sollte eigentlich ebenfalls eine besinnliche Zeit sein. Aber das neue Jahr wird eingeleitet mit einem verkaufsoffenen Sonntag im Nachbarort. Ich glaube, drei Feier-oder Sonntage am Stück hält kaum noch jemand aus. 

o Tannenbaum…

Dieses Schwedische Möbelhaus hat die Idee aufgebracht, die abgesungenen Tannenbäume zu entsorgen, in dem man sie aus dem Fenster feuert. Und das ohne Rücksicht auf Verluste und herumwandelnde Mitmenschen. Aber noch steht unser Bäumchen in der Stube und glänzt vor sich hin. Ich wollte dem Möbelhaus wenigstens noch vor Jahresende einen Besuch abstatten. Vielleicht gabs ja noch den leckeren Grünkohl. Die Parkplatzsuche war schon stressig. Dann strebten wir dem Restaurant zu. Von Ferne konnte man schon eine sehr lange Schlange vor den Essenstöpfen sehen. Außerdem waren alle Plätze besetzt. Auch nach einem ausgedehnten Spaziergang durch die Abteilungen wurde die Schlange nicht kürzer. Ich hatte Hunger und eine aufkommende Wut. Es ging schon auf die 14 Uhr Marke zu. Kein Futter, keinen Kaffee, noch immer keinen Sitzplatz. Platz war noch nichtmals auf der Treppe zur Markthalle.
Nun endlich kam mir die Erkenntnis, warum die Schweden die Weihnachtsbäume aus dem Fenster feuern. Dazu hätte ich jetzt auch Lust gehabt, alleine, mir fehlte der Baum…

nach Weihnachten…

das Fest ist vorbei, der Alltag hat uns fast wieder. Zwischen den Jahren ist eine ganz besondere Zeit. Einmal Gelegenheit zum Rückblick, aber genau so ein vorsichtiger Blick auf die Zukunft, aufdas kommende Jahr. Heute hab ich den großen Sohn zu seinem Bruder gebracht, nach Wittmund. Auch hier ist der Winter noch nicht vorbei, im Gegenteil, es ist tiefster Schnee an der Küste.
Am Mittag gabs einen kleinen Abstecher nach Esens. Auch hier jede Menge des kalten weißen Pulvers.
Die Fußgängerzone:


Schnee, schon leicht angematscht drang in die Schuhe. Das beste wäre ein ordentliches  Mittagessen. Gabs auch am Rathaus. Das Gericht war äußerst übersichtlich gestaltet, aber sehr lecker.
Das Wetter wurde nicht mehr so schlimm, wie angedroht, die Rückfahrt sehr angenehm.

der erste Weihnachtsabend…

Es war ein schöner und besinnlicher Heilig Abend. Für diesen ersten Weihnachtsabend ist ein Besuch angesagt. Nette Gesellschaft, gutes Essen, so ging der Tag zu Ende.
Dieses Jahr ist Internet an den Weihnachtstagen abgeschaltet. Ich wünsche euch allen ein frohes Weihnachtsfest.

Der kalte Weihnachtsbaum…

Das Jahr hat 365 Tage, aber alle Welt macht sich erst in den letzten 3Wochen Gedanken über den Weihnachtsbaum. Wir sind an diesem kalten 21. Dezember losgezogen, einen der letzten Bäume zu ergattern. Die Baumärkte hatte aber nur noch ein freundliches Grinsen vorrätig. Also auf zu den freien Händlern, der erste stand am Center. Hier waren auch nur die letzten Katastrophen zu haben. Es sollten aber noch neue folgen. Und den noch halbwegs gut aussehenden Baum wollte er mir nicht vermieten oder wenigstens verleihen. Schön wärs ja mit dem Weihnachtsbaumverleih… Direkt am Kirchhuchtinger Wochenmarkt erwarben wir den wohl schönsten und bestgewachsenen Weihnachtsbaum diesseits und jenseits der Ochtum.
Ein Bild von dem Teil zu machen, habe ich mir verkniffen. Helloween ist vorbei…
Am Nachmittag bekam ich die Gelegenheit für ein paar schöne Winterfotos.

Schneechaos direkt vor der Haustüre.

Landschaften in Bremen und umzu.
Es gab in der aufkommenden Dämmerung ein schönes Schattenspiel.

Es war ein kalter und schöner Tagesabschluß.

denkste…

hier hat es aufgehört zu schneien? Von wegen, es kam bis heute noch kräftig was dazu. Am Freitagmorgen war ich etwas weiter unterwegs, unsere Laptops abholen und am Samstag sollte es zum Weihnachtsmarkt gehen. Inzwischen war schon so viel Schnee gefallen, wie schon seit Jahren nicht mehr. Das bin ich eigentlich nur aus meiner alten Heimat gewohnt. Was solls, es ist Winter…
Halsschmerz und eine saftige Erkältung hat unseren Drang nach Weihnachtsmärkten, Reibekuchen und gebrannten Mandeln ein vorläufiges Ende gesetzt. Aber Morgen, so hoffe ich, wirds wieder gehen. Und dann gibts bestimmt auch wieder einige Bilder…

jede Menge Schnee…

Die Unwetterwarnung kam gestern schon. Es sollten Unmengen an Schnee fallen und die Strassen glatt werden. Bis kurz vor Mittag warteten wir aufs Unwetter. Dann fing es leicht an zu schneien. Kaum der Rede wert. Alle hatten sich schon an den erfreulichen Gedanken gewöhnt, Bremen mal wieder vom Unwetter verschont zu sehen. Dann aber kams knüppeldick, besser gesagt scheedick… Bis kurz vor Abend gingen die angekündigten 15 cm des weißen Pulvers nieder. Nun hats aufgehört und die Landschaft ist dick eingeschneit. Die Autobahn sind zu und die Sonderberichte aus einzelnen Bundesländern lassen schlimmes erkennen. Wir scheinen dabei noch einmal glimpflich davon gekommen zu sein. Mal abwarten, wie es morgen aussieht…

was für eine Frau…

es ist draußen sehr kalt, ich fahre gerade in die City. Vorbei an herumwuselnden Vorweihnachtseinkäufern und Letztegeschenkesuchern. Langsam geht der Tag zu Ende, es ist Kaffeezeit. Gefrühstückt habe ich gegen Mittag in einem Bremer Center, nicht dem üblichen Center. Vor meinem inneren Auge taucht der Frühstückstisch auf. Jetzt könnte ich wieder eine Kleinigkeit zu mir nehmen. Aber zuerst muß ich noch über die nächste Kreuzung, nach rechts. Die Ampel zeigt Rot. Ich schaue mich um und da sehe ich SIE… Klein, nette dunkelblonde Haare, normale Kleidung. Das faszinierende an dieser Frau ist die Zigarette, welche sie sich gerade zwischen die dunkelroten Lippen schiebt. Sie zündet sich nach Art eines langjährigen Nichtrauchers diese Zigarette an. Und dann saugt sie durch das brennende Stäbchen die Luft ein. Mit einer Stärke das jeder feststellen muß, im Umkreis von 4 Metern wird es einen wahnsinnigen Unterdruck in der Lufthülle unseres Planeten geben. Auch schwerere Teile, Zeitungen, Getränkedosen usw. erheben sich in die Richtung dieser Raucherin. Leider springt die Ampel auf Grün und ich muß nach rechts um die Ecke. Im Rückspiegel sehe ich diese wunderbare Frau ausatmen, wie ein Industrieschornstein drang der Qualm in die entstandene, fast luftleere Zone. Ich kann mich nicht mehr an die Dame erinnern, aber plötzlich gibt es das unstillbare Bedürfnis nach einer Zigarette…
Leider ist kein Kiosk auf meiner Strecke…