Ostern, Pfingsten, Geburtstage, alles gleich…

Es ist kaum zu glauben, es sind fast 4 Monate vergangen. Leider sind die Tage und Wochen mehr oder weniger alle gleich, jeden zweiten Tag ist Verbandwechsel, Ausflüge sind selten, Einkaufsfahrten vielleicht alle zwei Wochen. Die Wunde wächst nur sehr langsam zu und wird nicht normal zusammen wachsen. Irgendetwas muß geschehen. Die Experten rätseln noch. Den Grund für die große Wunde waren morgendliche Segelversuche im November in meinem Krankenzimmer. Es ging sehr schnell abwärts mit Schmackes auf den Fußboden.

4 Monate zu Hause mit zwei großen Rädern unterm Hintern und sehr beschränktem Rollradius ist die Mutter aller Langeweilen.

Nichts neues…

Es sind inzwischen mehrere Wochen vergangen, mußte mich in fast allen Bereichen des täglichen Lebens neu einarbeiten. Mir ist, dank der vielen Übungen in der Tagesklinik, fast alles gelungen. Die gefährlichen Aktionen habe ich eingestellt. Ich wachse langsam aber beständig wieder zusammen und kann dann auch die neue Prothese tragen. Langsam bekomme ich auch wieder die nötige Lust, um das Blog fortzusetzen. 

Es geht langsam weiter…

Nun ist dieser erste Monat im Jahr zur Hälfte um. Die letzten Tage habe ich sehr intensiv mit Rollstuhl und Gehhilfe geübt. Kein Lebensbereich wurde ausgespart, naja, Keller aufräumen kommt noch. Das Problem sind die Treppen, aber auch dieses habe ich gelöst. Sehr anstrengend ist das Treppensteigen schon, runter gehts fast von selbst. Sieht allerdings nicht sehr vornehm aus, habe es in der Tagesklinik geübt. Gewisse Voraussetzungen sind aber notwendig. Und die waren nach Weihnachten erfüllt. So begab ich mich auf den ersten Treppenabstieg mit nur einem funktionierenden Bein und meinem gut gepolsterten Hintern. Abwärts war nicht so schlimm und ging relativ schnell. Nach dem Wocheneinkauf ging es wieder auf die Treppe, dieses Mal „Bergauf“. Hier gestaltete sich der Weg etwas schwieriger und sehr kraftraubend. Aber auch dieser Akt verlief zufriedenstellend. Nur für ein paar Minuten draussen zu sein, lohnt sich die Plackerei absolut nicht.

Neues Jahr, neues Glück?…

Jetzt hat sich das alte Jahr fast erledigt. Die Tagesklinik ist Geschichte, das Weihnachtsfest abgefeiert und den Tagesablauf mit jedem „Schritt“ verbessert. So weit wie möglich mit nur einem Huf. Die Wunde wird sich hoffentlich auch bald schließen.

Kaum ein Lebensbereich, in dem sich mein körperlicher Zustand nicht bemerkbar macht. Aber ich hoffe, es wird mit der Zeit immer besser gehen. Die letzten Stunden im alten Jahr werden noch einmal mit einem Rückblick überbrückt. Wird das Neue Jahr besser oder geht  es so weiter, wie das alte Jahr aufgehört hat?

Tagesklinik…

Ich bin nun seit 1 Woche in der Tagesklinik und fast jeder Tag ist ein Muskelkatertag. Ich werde dort sehr gefordert und genau das gefällt mir (noch).

Mittwoch zu Hause…

Der Mittwoch gehört der Ausprobiererei in der Wohnung. Es geht so manches anders als ich mir das vorgestellt habe, aber doch wesentlich besser als befürchtet.

Morgen, am Donnerstag gehe ich für 3 Wochen in die Tagesklinik, ich berichte aber nicht mehr täglich.

Nur noch 2 und 1 Tag…

Jetzt ist das Wochenende vorbei und noch zwei Tage Krankenbett. Der Mittwoch ist der Entlassungstag, ganz früh am Morgen. Es hat sich die letzten Tage nicht viel getan, Abschlußuntersuchung, Abschlußgespräch und weg ist er…

Nur noch 4 und 3 Tage…

Es ist das erste Adventwochenende, trotzdem gibt es nichts langweiligeres als in einem Krankenhaus kurz vor der Entlassung. So auch hier und jetzt. Mehrere Runden durchs Gebäude bringen auch keinen Spass.

Die Panikattacken haben aufgehört und der Bettfall ist langsam vergessen. Es geht aufwärts…

Ich weiss nichts mehr zu berichten.